Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Sri Lanka

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Sri Lanka

Über 26 Jahre lang kämpften die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gegen die Regierung von Sri Lanka, um im Norden und Osten der Insel ein unabhängiges tamilisches Heimatland zu schaffen.

Der Konflikt endete 2009, als die Streitkräfte von Sri Lanka das letzte von den LTTE kontrollierten Gebieten einnahmen. Der Konflikt brachte beträchtliche Härten über die Bevölkerung. Die Zahl der während des Konflikts getöteten Personen wird auf 80’000 geschätzt und Hunderttausende wurden zur Flucht gezwungen. Beide Seiten setzten in großem Umfang Personenminen ein. Die meisten durch Personenminen und Blindgänger verseuchten Gebiete sind unter der Kontrolle der LTTE und diese Kontamination hatte gewaltige Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

Aktivitäten

Ab 2001 führte Geneva Call einen Dialog mit der LTTE über das Verbot von Personenminen,  bis der BNSA 2009 von den Streitkräften Sri Lankas besiegt wurde.

Verbot von Personenminen

2003 arbeitete Geneva Call an einem konfliktübergreifenden Lobby-Projekt, zusammen mit der Inter-Religious Peace Foundation/Sri Lankan Campaign to Ban Landmines (IRPF/SLCBL) und der britischen NGO Landmine Action. Ziel war, dass einerseits die LTTE die Verpflichtungserklärung unterzeichnen, und andererseits die Regierung dem Übereinkommen über das Verbot von Personenminen beitritt. Die Regierung erklärte sich dazu bereit, falls die LTTE eine ähnliche Verpflichtung eingehen würde. Bei Gesprächen mit Geneva Call sagte die LTTE-Führung, sie würde erwägen, die Verpflichtungserklärung zum Verbot von Personenminen zu unterzeichnen, wolle aber vor dieser Verpflichtung wesentliche Fortschritte bei den Friedensverhandlungen sehen.

Diese Gespräche mit der LTTE und der Regierung wurden von Aktivitäten begleitet, um innerhalb Sri Lankas und international Unterstützung für das Verbot von Personenminen zu schaffen, besonders unter der gesellschaftlichen Basis der LTTE und der tamilischen Diaspora.

Die erste konzertierte Aktion zum Aufbau lokaler Interessenverbände wurde 2004 begonnen, und zwar bei einem Workshop in Jaffna, der zusammen mit der Inter-Religious Peace Foundation and Landmine Action organisiert wurde. Der Workshop konzentrierte sich auf die Information lokaler NGOs und zivilgesellschaftlicher Gruppen über die globalen Anstrengungen zum Verbot von Personenminen, auf humanitäre Massnahmen gegen Minen und auf Strategien, um beide Seiten des Konflikts auf das Verbot von Minen zu verpflichten.

Zu weiteren Lobbyaktivitäten gehörten Workshops für die tamilischen Diasporagemeinden in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland, die in Zusammenarbeit mit dem Centre for Just Peace and Democracy (CJPD) in den Jahren 2005 und 2006 abgehalten wurden. Die Workshops sollten die tamilische Diaspora motivieren, das Minenverbot zu unterstützen.

Als sich die Kämpfe 2008 intensivierten und die LTTE ein Verbot von Minen weiterhin ablehnte, drängte sie Geneva Call, zumindest darauf zu verzichten, Gebiete erneut zu verminen, die während des Waffenstillstands bereits geräumt worden waren – als bei der Minenräumung in Gebieten auf beiden Seiten beträchtliche Fortschritte erzielt worden waren.

Wichtigste Erfolge

Führung und gesellschaftliche Basis der LTTE wurden für das Verbot von Personenminen sensibilisiert.

In Sri Lanka hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) Nein
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

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