Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Indonesien

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Ein 30 Jahre währender Konflikt zwischen der indonesischen Regierung und der Aceh-Sumatra National Liberation Front/Free Aceh Movement (ASNLF/GAM) ging 2005 zu Ende, als ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde, das der Provinz grössere Autonomie gewährte.

Die Zahl der während des Konflikts getöteten Menschen wird auf ca. 15’000 geschätzt, darunter Soldaten der indonesischen Armee, Mitglieder regierungsfreundlicher Milizen und Kräfte der ASNLF/GAM. Alle Seiten wurden beschuldigt, Menschenrechte verletzt zu haben. Vielfach wurden auch selbstgebaute Sprengsätze eingesetzt.

Aktivitäten

Von 2002 bis 2005 führte Geneva Call mit der ASNLF/GAM Gespräche über das Verbot von Personenminen, bis die Unterzeichnung des Friedensabkommens zur Entwaffnung des BNSA führte.

Verbot von Personenminen

In Diskussionen mit Geneva Call wiesen die Anführer der ASNLF/GAM die Anschuldigungen wiederholt zurück, dass sie Personenminen und selbstgebaute Sprengsätze, die von den Opfern selbst ausgelöst werden, verwenden. Sie verwiesen auf die Gefahren, die solche Waffen für die eigenen Kämpfer sowie für Zivilpersonen und Tiere darstellen würden und erklärten, das Verbot von Personenminen zu unterstützen.

2004 nahm die ASNLF/GAM als Beobachter am ersten Treffen der Unterzeichner der Verpflichtungserklärung  teil. Bei dem Treffen erklärte die ASNLF/GAM öffentlich, sie „freue sich, künftig auch zu den Unterzeichnern der Verpflichtungserklärung zu gehören, sobald die förmlichen Voraussetzungen geschaffen seien. Das bezog sich auf die Sorge des BNSA, dass eine unabhängige Überprüfung möglicher Beschuldigungen gegen die ASNLF/GAM unmöglich sei, weil Aceh seit der Ausrufung des Ausnahmezustandes 2003 für Fremde nicht mehr zugänglich sei.

Verbot von sexueller Gewalt und von Geschlechterdiskriminierung

Die ASNLF/GAM schickte 2004 eine Delegation zu Geneva Call‘s Workshop für Kämpferinnen in bewaffneten Oppositionsgruppen. Während dieses Treffens kamen 32 aktuelle oder ehemalige Kämpferinnen von 18 BNSA mit humanitären Akteuren und Wissenschaftlern zusammen. Die Veranstaltung gab den Teilnehmerinnen Gelegenheit, über ihre Erfahrungen als Frauen in BNSA zu sprechen und ihre potenziellen Rollen bei der Förderung internationaler humanitärer Normen zu diskutieren.

Wichtigste Erfolge

  • Die ASNLF/GAM erklärte, dass sie das Verbot von Personenminen unterstütze und bekräftigte ihre entsprechenden internen Richtlinien.
  • Sie nahm auch an einem Dialog über die Rolle von Kämpferinnen bei der Förderung humanitärer Normen teil.

 

In Indonesien hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
Aceh-Sumatra National Liberation Front/Free Aceh Movement (ASNLF/GAM) Nein
Free Papua Movement (OPM) Ja
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
Strategy 2017-2019
 

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