Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Südsudan

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Seitdem der bewaffnete Konflikt im Südsudan im Dezember 2013 erneut ausgebrochen ist, halten die Zusammenstösse zwischen Regierung und Oppositionskräften, besonders der Truppen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung in Opposition (SPLM-IO), unvermindert an.

Zehntausende Menschen sind in diesen Auseinandersetzungen ums Leben gekommen. Gezielte Tötungen, sexuelle Gewalt, die Zerstörung und Plünderung von Besitztümern und andere Verstösse gegen humanitäre Normen nehmen überhand und werden von bewaffneten Akteuren aller Gruppierungen verübt.

Berichten zufolge wurden schon mehr als 1,6 Millionen Binnenvertriebene und über 1 Millionen Flüchtlinge in Nachbarländern aufgenommen. In nur drei Tagen forderten Kampfhandlungen im Juli 2016 zahlreiche Opfer, verursachten 40‘000 weitere Binnenvertriebene und führten zu massiven Verstössen gegen humanitäre Normen. Sicherheitseinschränkungen und logistische Schwierigkeiten behindern weiterhin humanitäre Hilfsorganisationen darin, gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu helfen.

Aktivitäten

Themenbereiche der Arbeit in diesem Land
Humanitarian_norms_dark Gender_issues_dark Child_protection_dark
Humanitäre Normen Gleichstellungsfragen Kinderschutz

Die ersten Massnahmen initiierte Geneva Call im Südsudan im Jahr 2001 im Zuge des mit den Unabhängigkeitsbestrebungen in Zusammenhang stehenden bewaffneten Konflikts. Seit 2015 erwägt Geneva Call, im Südsudan ein Programm im Rahmen des im Dezember 2013 ausgebrochenen bewaffneten Konflikts zu entwickeln. Auf Grundlage einer ersten Lagebeurteilung im Jahr 2016 in Juba entschied sich Geneva Call, genauer zu untersuchen, ob die Bedingungen für eine Dialogaufnahme mit der SPLM-IO und anderen BNSA hinsichtlich der humanitären Normen geeignet erscheinen. Geneva Call prüfte hauptsächlich Fragen der Registrierung in diesem Land, die Zugangsmöglichkeiten vor Ort und mögliche Überwachungsoptionen.

Wichtigste Erfolge

  • Im Jahr 2015 wurde im Raum Juba eine Beurteilung eventueller Massnahmen für einen Dialog mit BNSA im Südsudan durchgeführt.
  • Ein regelmässiger Austausch mit einer Reihe von Kontakten in Juba wurde aufrechterhalten.
  • Trotz etlicher Versuche musste im Jahr 2015 eine Kontaktaufnahme mit der Führung der SPLM-IO aufgeschoben werden.
  • So wurde aufgrund der extrem unberechenbaren Situation eine noch ausführlichere Beurteilung des Zugangs vor Ort und der Überwachungsmöglichkeiten als notwendig erachtet, um zu untersuchen, ob geeignete Bedingungen für einen ersten Dialog zu humanitären Normen mit der SPLM-IO und anderen BNSA vorliegen.
 

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Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

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