Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Nepal

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Nepal

Die Kommunistische Partei von Nepal-Maoisten (CPN-M) führte einen jahrzehntelangen bewaffneten Kampf gegen die Monarchie.

Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen (2001 und 2003), eine Lösung des Konflikts auf dem Verhandlungsweg zu erreichen, unterzeichneten die Regierung und die CPN-M 2006 ein Friedensabkommen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen kamen durch den Konflikt 12’000 Menschen ums Leben und 100’000 wurden vertrieben. Landminen und selbstgebaute Sprengsätze führten zu Hunderten von Opfern.

Aktivitäten

In der Zeit von 2003 bis 2007 führte Geneva Call mit der CPN-M Gespräche über das Verbot von Personenminen, bis der BNSA Teil der Übergangsregierung wurde.

Verbot von Personenminen

Geneva Call traf sich im Lauf des Konflikts mehrmals mit Vertretern der CPN-M und setzte sich für ein Verbot von Personenminen und für Massnahmen zur Verminderung der Gefahren durch andere Sprengsätze für Zivilpersonen ein.

Geneva Call rief auch beide Seiten dazu auf, in den Friedensgesprächen humanitäre Massnahmen gegen Minen zu thematisieren. In einem von Geneva Call unterstützten Seminar wurde ein Anführer der Moro Islamic Liberation Front, einem Unterzeichner der Verpflichtungserklärung zum Verbot von Personenminen von den Philippinen, eingeladen, um über die Erfahrungen mit dem Verzicht auf Personenminen zu sprechen. Über 100 Personen nahmen teil, darunter Vertreter der Regierung und der CPN-M.

Im Mai 2006 einigten sich beide Parteien auf einen Waffenstillstand, der auch einen Verzicht auf Landminen umfasste. Das einige Monate später geschlossene Friedensabkommen verpflichtete sie ebenfalls, auf Minen zu verzichten und die Markierung und Räumung verminter Gebiete zu unterstützen.

Wichtigste Erfolge

  • Sowohl die Regierung als auch die CNP-M verpflichteten sich im Waffenstillstandsabkommen von 2006 und dem Friedensabkommen zu einem Verzicht auf den Einsatz von Landminen und ebneten so den Weg für die komplette Räumung aller bekannten verminten Gebiete bis 2011.

In Nepal hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
The Communist Party of Nepal-Maoists (CPN-M) Nein
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 
 
 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

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