Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Kolumbien

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Colombia

Kolumbien ist seit Jahrzehnten von Konflikten zwischen der staatlichen Armee und verschiedenen bewaffneten nichtstaatlichen Akteuren (BNSA) betroffen.

Im Jahr 2016 erfolgte die Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-EP (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee) sowie der Beginn der Friedensverhandlungen mit der ELN (Nationale Befreiungsarmee) Ende 2016. Dennoch löste die Ablehnung des Friedensvertrages mit der FARC-EP durch das Referendum am 2. Oktober 2016 eine Situation der Unsicherheit aus, die die Zukunft und den Verlauf beider Prozesse stark beeinflussen wird. Während das bilaterale Waffenstillstandsabkommen zwischen der FARC-EP und der Regierung weiterhin in Kraft ist, kam es 2016 zu erneuten Auseinandersetzungen zwischen der ELN und der Regierung.

Aktivitäten

Themenbereiche der Arbeit in diesem Land
Humanitarian_norms_dark Landmine_ban_dark Gender_issues_dark Child_protection_dark
Humanitäre Normen Landminenverbot Gleichstellungsfragen Kinderschutz

Geneva Call ist seit 2003 in Kolumbien aktiv. Die Organisation fördert die humanitären Normen in Bezug zum Landminenverbot, dem Schutz von Kindern in Konfliktsituationen und dem Verbot von sexueller Gewalt. In ihrem Dialog mit BNSA geht Geneva Call auch der Frage der Beteiligung von Frauen an Friedensverhandlungen nach und spricht sich aus für die Einbeziehung einer geschlechtersensiblen Herangehensweise an den Prozess der Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung (DDR). Zudem unterstützt Geneva Call betroffene Gemeinden, die für ihre Gebiete humanitäre Massnahmen gegen Minen sowie Minenräumung verlangen.

Wichtigste Erfolge

  • Geneva Call hat die Führung und Mitglieder der FARC und der ELN in einen Dialog über internationale Normen in Bezug auf das Verbot von Personenminen, den Kinderschutz, das Verbot sexueller Gewalt und andere humanitäre Normen eingebunden.
  • Die ELN hat Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen von Personenminen auf die Zivilbevölkerung zu verringern.  Dazu hat sie in einigen Gebieten Minen geräumt und die Bereitschaft signalisiert, die Minenräumung in anderen Gebieten aus humanitären Gründen zum Wohl der Zivilbevölkerung zu ermöglichen.
  • Als Folge eines Vier-Jahre-Projekts für rund 17.500 Personen, konnten sechs indigene Gemeinschaften in Cauca, Nariño und Putumayo durch die Integration von Aufklärungsarbeit über Minen in ihren Alltag, ihre Sicherheit deutlich verbessern.
  • Geneva Call führt mit den FARC-EP Gespräche über das Verbot, Kinder zu rekrutieren und über die Notwendigkeit humanitärer Minenräumung. Anfang 2015 erhöhte die FARC-EP ihr Rekrutierungsalter auf 17 und unterzeichnete ein humanitäres Abkommen zur Räumung von kontaminierten Bereichen mit der Regierung.
  • Nachdem die kolumbianische Regierung und die FARC-EP eine humanitäre Pilotvereinbarung zur Minenräumung unterzeichnet hatten, wurde 2015 ein erstes Gebiet im Departement Antioquia von Minen und explosiven Munitionsrückständen geräumt
  • 2015 hob die FARC-EP das Rekrutierungsalter von 15 auf 17 Jahre an und erarbeitete den ersten Entwurf eines DDR-Protokolls für Kinder.

In Kolumbien hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
National Liberation Army (ELN) Ja
Revolutionary Armed Forces of Colombia – People’s Army (FARC-EP) Ja
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

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