Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Jemen

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Seit seiner Unabhängigkeit erlebt der Jemen lange Perioden von Konflikten und Bürgerkrieg. 2004 begann die schiitische Al-Houthi-Bewegung / Ansar Allah eine bewaffnete Rebellion gegen die jemenitische Regierung in der nördlichen Provinz of Sa’ada.

Seit Anfang 2015 hat sich die Sicherheitslage im Jemen drastisch verschlechtert, wovon zunehmend 21 der 22 Gouvernements betroffen sind. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die 2015 gebildet wurde, verübt weiterhin Luftanschläge auf das Land mit dem vorgeblichen Ziel, Jemens rechtmässiger Regierung wieder zur Macht zu verhelfen und die Grenzen Saudi-Arabiens sichern zu wollen.

Bombardierungen und Geschützfeuer forderten Tausende von Opfern und führten zur Vertreibung von mehr als 3 Millionen Menschen und der massiven Zerstörung von zivilem Eigentum. Gelähmt durch jahrzehntelange Konflikte und Unterentwicklung können jemenitische Gemeinden ihre Bedürfnisse nicht decken und sie verfügen nur über begrenzten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen.

Aktivitäten 

Themenbereiche der Arbeit in diesem Land
Humanitarian_norms_dark Landmine_ban_dark Gender_issues_dark Child_protection_dark
Humanitäre Normen Landminenverbot Gleichstellungsfragen Kinderschutz

Geneva Call führt seit 2008 einen Dialog mit der Al-Houthi-Bewegung über das Verbot von Personenminen. Kürzlich wurde dieser Dialog auf den Schutz von Kindern ausgeweitet. Je nach dem, wie sich der Konflikt entwickelt, plant Geneva Call, auch andere BNSA zu diesen Themen anzusprechen. Aufgrund Sicherheitseinschränkungen im Land sieht sich Geneva Call mit beträchtlichen Schwierigkeiten konfrontiert, Aktivitäten im Jemen durchzuführen. Infolgedessen organisiert Geneva Call Besprechungen ausserhalb des Landes. Geneva Call beabsichtigt, durch die Zusammenarbeit mit gemeindegestützten bzw. zivilgesellschaftlichen Organisationen das Verhalten der BNSA indirekt zu beeinflussen und arbeitet sehr eng mit Partnern zusammen, um solche Aktivitäten durchzuführen.

Wichtigste Erfolge

  • Die Al-Houthi Bewegung begrüsst Geneva Call als einen neutralen Vermittler zur Ermöglichung von Antiminenaktivitäten, insbesondere humanitärer Minenräumung in der Sa’ada Provinz
  • Die Al-Houthi informierten Geneva Call, dass sie Kinder unter 15 Jahren weder rekrutierten noch einsetzten und, dass sie bereit seien, den Dialog mit Geneva Call zu ihrer Kinderpolitik zu vertiefen
  • Während eines dreitägigen Workshops, der in Zusammenarbeit mit dem Amt des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) organisiert wurde, diskutierten 17 Frauen aus 9 Provinzen ihre Rolle beim Schutz von Zivilpersonen und bei der Friedensförderung
  • Das Yemen Executive Mine Action Centre (YEMAC) begrüsste 2015 die Umsetzung eines Projekts zur Minenräumung. Organisationen der Zivilgesellschaft bekräftigten ihr Interesse an der Förderung von humanitären Normen.

In Jemen hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
Al-Houthi movement/Ansar Allah (Ansar Al-lah/Al-Houthi) Ja
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

Andere Medien

 
Strategy 2017-2019
 

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