Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Iran

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Iran

Inmitten des angespannten politischen und militärischen Klimas in der Region stehen bewaffnete nichtstaatliche Akteure (BNSA), hauptsächlich kurdische, in Opposition zur Islamischen Republik Iran und fordern die Rechte ethnischer Minderheiten und die Gründung eines föderalen demokratischen Staates.

Iranisch-kurdische bewaffnete nichtstaatliche Akteure (BNSA) haben ihren Stützpunkt hauptsächlich in der irakischen Region Kurdistan, haben aber Mitglieder und Befürworter innerhalb des Irans. Seit Mitte 2015 wurde die Situation im Iran langsam immer angespannter und militärische Aktivitäten immer häufiger. Gelegentliche bewaffnete Zusammenstösse ereignen sich zwischen den iranischen Sicherheitskräften und der Free Life Party of Kurdistan (PJAK), der Democratic Party of Iranian Kurdistan (PDKI) oder der Kurdistan Freedom Party (PAK). Andere BNSA haben erklärt, die Wiederaufnahme ihres bewaffneten Kampfes bleibe möglich.

Gegenwärtig befindet sich nur die PAK in einer hauptsächlich in den Regionen um Mosul und Kirkuk stattfindenden Auseinandersetzung mit der Gruppe Islamischer Staat (ISg), in Zusammenarbeit mit den mit der Demokratischen Partei Kurdistans im Irak in Verbindung stehenden Peshmerga-Truppen.

Aktivitäten

Geneva Call engagiert sich bei iranisch-kurdischen BNSA seit 2001, zunächst mit dem Ziel, Personenminen zu verbieten. Seit 2010 hat die Organisation ihre Tätigkeit auf den Schutz von Kindern, das Verbot sexueller Gewalt und die Beseitigung von Geschlechterdiskriminierung ausgeweitet.

Geneva Call unterstützt zudem die BNSA aktiv bei der Umsetzung und Einhaltung der von ihnen unterzeichneten Verpflichtungserklärungen, während parallel Sensibilisierungsarbeit zu den noch offenen Verpflichtungserklärungen geleistet wird. Zum Beispiel werden Schulungen zu spezifischen Vorschriften Angeboten, sowie auch zu allgemeineren humanitären Normen. Der Dialog und die Aktivitäten mit den betroffenen BNSA finden in der Region und in Europa statt.

Wichtigste Erfolge

  • Mehrere iranisch-kurdische BNSA haben mindestens eine Verpflichtungserklärung unterzeichnet. (siehe Tabelle unten)
  • Eine Gruppe hat das Mindestalter für Rekrutierungen von 16 auf 18 Jahre erhöht
  • Alle 7 Unterzeichner der Verpflichtungserklärungen haben Massnahmen getroffen um ihre Verpflichtungen umzusetzen.
  • Mehrere Unterzeichner haben die Auflagen der Verpflichtungserklärungen  in ihre Ausbildung für neue Nachwuchskräfte integriert, wie im Rahmen eines Workshops aufgefordert, der von Geneva Call Ende 2013 organisiert wurde.
  • Im Jahr 2009 hat Geneva Call vier Schulungen zu internationalen Normen für 42 Mitglieder von vier iranischen BNSA durchgeführt.
  • 2015 bekräftigten 7 iranisch-kurdische BNSA (die PDKI, die PJAK, die KPIK, KPK, Komalah-CPI, KDP-Iran und PAK) ihre Bereitschaft, den Dialog mit Geneva Call zu humanitären Normen zu vertiefen und spezifische Schulungen zu diesem Thema zu organisieren.

In Iran hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
Democratic Party of Iranian Kurdistan (PDKI) Ja
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  • Free Life Party of Kurdistan (PJAK) Ja
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  • Komala Party of Iranian Kurdistan (KPIK) Ja
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  • Komala Party of Kurdistan (KPK) Ja
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  • Komalah – The Kurdistan Organization of the Communist Party of Iran (Komalah-CPI) Ja
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  • Kurdistan Freedom Party (PAK) Ja
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  • National Council of Resistance of Iran (NCRI) Ja
    The Kurdistan Democratic Party – Iran (KDP-Iran) Ja
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  • Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
     

    Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

     

    Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

     

    Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet