Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Irak

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Seit die Gruppe Islamischer Staat (ISg) ihre Operationen im Dezember 2013 ausweitete, führte der unvermindert bestehende Konflikt zu Auseinandersetzungen zwischen dem ISg, Regierungstruppen und zahlreichen bewaffneten nichtstaatlichen Akteuren (BNSA).

Irakische Regierungstruppen werden von einer internationalen Koalition von mehr als 20 Staaten unterstützt. Die Volksmobilisierungskräfte (PMF) – hauptsächlich die schiitischen BNSA, die den bewaffneten Truppen praktisch nicht untergeordnet sind – stellen eine führende Kampfeinheit dar. Weiterhin sind die Peshmerga‑Truppen der kurdischen Regionalregierung (KRG) und andere kurdische BNSA in dem bewaffneten Konflikt beteiligt.

Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht und gegen andere internationale Bestimmungen, und zwar durch alle bewaffneten Akteure, sind noch immer weit verbreitet.

Aktivitäten

Themenbereiche der Arbeit in diesem Land
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 Humanitäre Normen

Seit 2015 führt Geneva Call humanitäre Dialoge mit schiitischen, kurdischen und sunnitischen BNSA, die am Konflikt beteiligt sind und Verstösse gegen humanitäre Normen zu verantworten haben. Geneva Call arbeitet ebenso mit gemeindegestützten und zivilgesellschaftlichen Organisationen, einflussreichen religiösen Führern und Stammesführern sowie anderen relevanten Interessengruppen zusammen, die den Dialog mit den BNSA erleichtern und einen Beitrag zur Verbreitung der humanitären Normen leisten können. Die Fighter not Killer-Kampagne trägt dazu bei, bewaffnete nichtstaatliche Akteure, ihre Anhängerschaft und die breite Öffentlichkeit für humanitäre Normen zu sensibilisieren.

Wichtigste Erfolge

  • 2015 beschlossen die Volksmobilisierungskräfte und die Peshmerga-Truppen, Geneva Call’s Programm im Irak zu unterstützen.
  • Die irakische Regierung und die kurdische Regionalregierung begrüssten die Intervention Geneva Call‘s zur Verbreitung von humanitären Normen unter den BNSA und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
  • 20 Politiker verabschiedeten eine humanitäre Erklärung.
  • Verschiedene BNSA zeigten verstärktes Interesse an einer Zusammenarbeit mit Geneva Call, mit dem Ziel ihre Kenntnisse über humanitäre Normen und den Inhalt der Verpflichtungserklärungen zu erweitern.
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen und Stammesführer begrüssten nach einer Sensibilisierung die Möglichkeit, weitere Schulungen über humanitäre Normen und deren Verbreitung an BNSA und Gemeinden in Anspruch nehmen zu können.
  • 2015 wurde die öffentliche Informationskampagne Fighter not Killer weiterentwickelt und lanciert

In Irak hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
Affiliate Groups of the Popular Mobilisation Forces (PMF) Ja
Kurdish Yezidi Militias (YBS) Ja
Kurdistan Regional Government-Erbil (KRG-Erbil) Nein
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  • Kurdistan Regional Government-Peshmerga Forces Ja
    Kurdistan Regional Government-Sulaimanyia (KRG-Sulaimanyia) Nein
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  • Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
     

    Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

     

    Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

     

    Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet