Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Georgien

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Georgien hat seit seiner Unabhängigkeit Perioden bewaffneter Konflikte um Abchasien und Südossetien erlebt, die beide vor 1991 in der damaligen Sowjetrepublik Georgien den Status autonomer Regionen hatten.

Als sich das Sowjetregime seinem Ende näherte, verstärkten sich ethnische Spannungen zwischen Abchasiern, Südosseten und Georgiern. Dies löste bewaffnete Konflikte aus, da die beiden Regionen versuchten, sich abzuspalten. Waffenstillstandsvereinbarungen und Friedenstruppen schafften es nicht, sporadische Kämpfe zu verhindern. Im August 2008 kam es zu einem kurzen Krieg, in dem Russland georgische Truppen aus Südossetien vertrieb und die Unabhängigkeit der abgespaltenen Regionen formell anerkannte.

Bei diesen Konflikten wurden Landminen eingesetzt, was zu beträchtlichen Opfern unter der Zivilbevölkerung führte. Die Konfliktgebiete leiden weiterhin unter der Verseuchung durch Minen, explosive Munitionsrückstände und Blindgänger. Darüber hinaus wurden als Folge des Konflikts bis Ende 2012 ca. 280’000 Personen vertrieben.

Aktivitäten

2006 initiierte Geneva Call Gespräche mit den de facto Behörden über das Verbot von Personenminen.

Geneva Call erkundete auch Wege, um Opfern von Landminen und anderen Menschen mit Behinderungen zu helfen und den Schutz von Frauen und Kindern in den bewaffneten Konflikten zu verbessern.

Wegen fehlender Mittel wurden die Aktivitäten 2011 eingestellt.

Verbot von Personenminen

In Treffen mit Geneva Call teilten die de facto -Kontrollorgane von Abchasien und Südossetien die Sorge wegen der humanitären Auswirkungen von Personenminen, erklärten aber, dass sie diese Waffen als für ihre Verteidigung unverzichtbar ansehen würden.  Geneva Call unternahm Lobbyarbeit bei den Konfliktparteien und internationalen Akteuren, die in der Konfliktlösung engagiert sind, für die Aufnahme eines Verbots der Personenminen in Friedensgespräche und -verhandlungen. Geneva Call bemühte sich auch um Maßnahmen zur Regulierung des Einsatzes von Landminen

Darüber hinaus unterstützte Geneva Call die örtliche Zivilgesellschaft dabei, das Problem der Personenminen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, und regte die Kooperation zwischen NGOs auf regionaler Ebene an, sowohl in den von der Regierung als auch in den von den de facto Behörden kontrollierten Gebieten.

Geneva Call zog auch die Schweizerische Stiftung für die Hilfe für Landminenopfer bei, um Projekte für den Kapazitätenaufbau des Vereins ‘Inva-Sodeystvie’ (AIS) zu fördern. Hauptziel des Projekts war die AIS zu befähigen, den in entlegenen Gebieten Abchasiens lebenden Opfern physische Rehabilitation zu ermöglichen.

2007 organisierte Geneva Call in Kiew eine Regionalkonferenz zum Thema Landminen. Über 30 Teilnehmer vertraten die Zivilgesellschaft und die de facto Behörden von Abchasien, Südossetien und Berg-Karabach und gaben Empfehlungen ab, die an die betroffenen regionalen Interessengruppen weitergegeben wurden.

2011 wurde von Geneva Call eine Studie über die sozioökonomischen Bedürfnisse der Kriegsopfer und anderer Menschen mit Behinderungen im Südkaukasus veröffentlicht, um Rehabilitationsprojekte für Landminenüberlebende, die von lokalen NGOs durchgeführt wurden, zu unterstützen.

Wichtigste Erfolge

  • Geneva Call trat mit den de facto Behörden von Abchasien und Südossetien ins Gespräch über das internationale Verbot von Personenminen.
  • Lokale Organisationen der Zivilgesellschaft erhielten Unterstützung, um ihnen bei der Entwicklung von Lobbyaktivitäten in der Region zu helfen.
  • Geneva Call half lokalen NGOs beim Aufbau technischer Kapazitäten für die Opferhilfe und erstellte und veröffentlichte Studien, um ihre Aktivitäten zu unterstützen.

In Georgien hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
de facto Abkhazian authorities Ja
de facto South Ossetian authorities Ja
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

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