Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten

Aserbaidschan

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Ajerbaijan

Der Status der Region Nagorno-Karabakh (Berg-Karabach) bleibt Gegenstand eines Streits zwischen Aserbaidschan und seiner ethnischen armenischen Mehrheit, die vom benachbarten Armenien unterstützt wird.

In den späten 1980er Jahren, gegen Ende der Sowjetherrschaft, begannen aserbaidschanische Truppen and armenische Sezessionisten einen blutigen Krieg, der das Gebiet in den Händen ethnischer Armenier ließ, als der von Russland vermittelte Waffenstillstand 1994 vereinbart wurde. Berg-Karabach erklärte sich selbst als unabhängige Republik, wurde aber international nicht anerkannt. Seit dem Waffenstillstand herrscht eine Pattsituation vor. Verhandlungen konnten bisher keine Lösung des Konflikts herbeiführen.

Die Kämpfe haben den Tod oder die Vertreibung von Tausenden von Zivilisten und Hunderte von Minenopfern verursacht. Berg-Karabach und die benachbarten Gebiete sind weithin durch Landminen verseucht, besonders entlang der Waffenstillstandslinie, die von beiden Seiten vermint wurde.

Aktivitäten

2006 initiierte Geneva Call Gespräche mit den de facto Behörden über das Verbot von Personenminen.

Geneva Call erkundete auch Wege, um den Landminenopfern und anderen Menschen mit Behinderung zu helfen, und zog die Schweizerische Stiftung für Hilfe für Landminenopfer bei, um ein Projekt für Mikrokredite für Landminenüberlebende zu unterstützen, das von der Aserbaidschanischen Kampagne für das Verbot von Landminen geführt wurde. Geneva Call suchte auch nach Möglichkeiten, um den Schutz von Frauen und Kindern in bewaffneten Konflikten zu verbessern.

Wegen fehlender Mittel wurden die Aktivitäten 2011 ausgesetzt.

Verbot von Personenminen

In Treffen mit Geneva Call gab die Regierung von Berg-Karabach an, sie sei nicht in der Lage, auf Personenminen zu verzichten, solange der Konflikt mit Aserbaidschan nicht gelöst sei und alle Staaten in der Region das Verbot unterstützten.

Geneva Call unternahm Lobbyarbeit bei den Konfliktparteien und internationalen Akteuren, die in der Konfliktlösung engagiert sind, für die Aufnahme eines Verbots der Personenminen in Friedensgespräche und -verhandlungen.  Geneva Call bemühte sich auch um Massnahmen zur Regulierung des Einsatzes von Landminen.

Darüber hinaus unterstützte Geneva Call die lokale Zivilgesellschaft dabei, das Problem der Personenminen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, und er regte die Kooperation zwischen NGOs auf regionaler Ebene an, sowohl in den von der Regierung als auch in den von de facto Behörden kontrollierten Gebieten.

2007 organisierte Geneva Call in Kiew eine Regionalkonferenz zum Thema Landminen. Über 30 Teilnehmer vertraten die Zivilgesellschaft und die de facto Behörden von Abchasien, Südossetien und Berg-Karabach und gaben Empfehlungen ab, die an die betroffenen regionalen Interessengruppen weitergegeben wurden.

2011 wurde von Geneva Call eine Studie über die sozioökonomischen Bedürfnisse der Kriegsopfer und anderer Menschen mit Behinderungen im Südkaukasus veröffentlicht, um Rehabilitationsprojekte für Landminenüberlebende, die von örtlichen NGOs durchgeführt wurden, zu unterstützen.

Wichtigste Erfolge

  • Geneva Call trat mit den de facto Behörden von Berg-Karabach ins Gespräch und machte ihnen das internationale Verbot von Landminen bewusst.
  • Lokale Organisationen der Zivilgesellschaft erhielten Unterstützung, um ihnen bei der Entwicklung von Lobbyaktivitäten in der Region zu helfen.

 

In Aserbaidschan hat Geneva Call bisher mit folgenden Akteuren gearbeitet.

Organisation Aktiv Themen
Verbot von Personenminen Kinderschutz Geschlechterfragen Humanitäre Normen
de facto Nagorno-Karabakh authorities Ja
Klicken Sie auf die Häkchen um die unterschriebenen Verpflichtungserklärungen anzusehen
 

Der BNSA wird von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA wurde von Geneva Call in einen Dialog zu diesem Thema eingebunden

 

Der BNSA hat die Verpflichtungserklärung zu diesem Thema unterzeichnet

 

Theirwords.org

  • Theirwords.org ist ein Verzeichnis von Verpflichtungen bewaffneter nichtstaatlicher Akteure. Lesen Sie weitere Dokumente über dieses Land on theirwords.org.
 
 

Andere Medien

 
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